Wer etwas über die Geschichte des Judo und anderer Wege des Japanischen
Kampfsportes erfahren will, wird sich zuerst mit den traditionellen Formen
auseinandersetzen müssen aus denen alle heutigen Formen hervorgegangen sind.
Einer der Vorfahren ist das Ju-Jutsu es entwickelte sich aus der Notwendigkeit, das
die Palastwachen des Japanischen Kaisers keine Waffen tragen durften.
Dadurch entstand erstmals ein waffenloser Kampfstil, der in der heutigen Zeit nicht
mehr zum Angriff sondern stets zur Verteidigung eingesetzt wird.
Kampfsport auch Budo genannt in der heutigen Zeit
Aus diesem Traditionellen Stil haben sich heute viele Formen herausgebildet, die sich
alle meist auf einen Teil der Gesamtheit der Traditionellen Formen beschränken. Die
wichtigste Technik haben jedoch alle gemeinsam das Fallen (Ukemi). Auch im
traditionellen Auftreten findet der Laie schnell viele Gemeinsamkeiten, die
unverkennbar sind, von der Vielfalt der Techniken bis zum Traditionellen An und
Abgrüßen beim Training. Auch wenn viele Grundprinzipien heute verloren gegangen
sind und durch den Wettkampforientierten Charakter einiger Budo Formen gestört
sind, so gelten auch heute die Grundregeln die von den Begründern der einzelnen
Formen als oberste Gebote ins Leben gerufen wurden.
Wie ein Gebot von Jigoro-Kano dem Begründer des Judo :
"Die Menschen sind Rivalen im Wettkampf, aber geeint und Freunde durch ihr
Ideal in der Ausübung ihres Sportes und noch mehr im täglichen Leben".
Dieses schließt auch die höchste Achtung vor dem Partner und dessen körperlichen Wohlbefinden mit
ein, ein Prinzip das bei vielen Wettkämpfen scheinbar vergessen wird aber den eigendlichen Sinn des
Judo Ausmacht.
Geschichte :
Der erste Judo-Verein der 1918 von Gunji Koizumi (1885-1965) in London gegründet wurde kann gut
als Ausgangspunkt für die Verbreitung des Judo in Europa betrachtet werden. Mit seiner Gründung
verbreitete sich diese neue Sportart über ganz Europa 1951 fanden bereits die ersten
Europameisterschaften und wenig später 1956 die ersten Weltmeisterschaften statt. Als eigendliche
Sportart gibt es Judo also in Deutschland erst seit knapp 50 Jahren.
Die Wurzeln dieses japanischen Kampfsystems liegen im Ju Jutsu und wurden von Professor Jigoro
Kano dem Geistigen Vater des Judo weiterentwickelt. Mit 23 Jahren gründete Kano eine eigene Ju-
Jutsu Schule und nannte die Disziplin die er unter richtete, Judo. Er maß dem Judo einen stark
erzieherischen Aspekt bei und setzte seine Schwerpunkte auf das Körperliche Training, die
Selbstverteidigung und die Selbstbeherschung.
Prinzipien und Techniken :
Schlag-, Stoß- und Tritttechniken wurden aus dem modernen Judo entfernt, um Wettkämpfe ohne
Verletzungsgefahr für die Sportler zu garantieren.
Training :
Die Körperlichen Voraussetzungen , die man zum Judo mitbringen muß sind gering. Kondition, Kraft,
Gewandheit werden während des Trainings erworben. Das Training hat spielerischen und
wettkampfmäßigen Charakter, so das die Einsatzfreude immer groß bleibt. Der erzieherische Aspekt
für Kinder ist sehr hoch. Über das köperliche Training heraus werden Charaktereigenschaften wie
Mut, Selbstdisziplin, Kontaktfreudigkeit, Selbstsicherheit und Friedfertigkeit verstärkt und entwickelt.
Alle Trainer achten während des Unterrichts darauf, dass Höflichkeit und Disziplin dem Partner
gegenüber gewahrt werden.
Judo kann in jedem Alter gelernt und praktiziert werden.